electric beach

Christian Schormann

Monday, February 15, 2010

poetry @ electric beach

Iron Tears

tears iron tears
they fill the sky
the earth mother
she trembles as this steel
furiously washes her children away in
tears iron tears

the scream mercy
frozen in letters
letters of air brands hearts
with fire so painfully
yet sinks sinks to the laughter
of these thousand iron tears

Rose, III.1

Abends um sechs
frißt die Zeit
an meiner Leber
die offenliegt
auch Mittags
um eins
oder Morgens
um fünf

Abends um sechs
frißt auch etwas
an meiner Geduld
die brachliegt
auch Mittags
um eins
oder Morgens
um fünf

Dazwischen
wächst meine Leber
und wartet meine
Geduld ungeduldig
auf das Denken
das sicher
am Abend
erscheint
auch Mittags
oder Morgens

Rose, III.2

Komm
mit erhobenen Armen
aus Deinem Versteck
zugerufen auf Verdacht
doch meine Liebe
denkt nicht daran

Winkel durchsucht
verstaubte jeden
Winkel durchkrochen
sehnsuchtsvolle
Luft dem Staub
verplichtete
mit einer kleinen
Körperdrehung
getäuscht und
entwischt
Du hast Dich
verkrochen

Rose, III.3

Habe Dich in eine Träne gepackt
oder ein paar
wohlverwahrt

Ich habe meinen Kopf ausgeleert
meinen rechten Arm habe ich geleert
und meinen linken

Ich habe meine Brust ausgeleert
mein rechtes Bein habe ich geleert
und mein linkes

Habe Dich in eine Träne gepackt
oder ein paar
wohlverwahrt
bleibst Du

Rose, V.

Nähe
Hand krümmt ein Haar
die einzige Erwartung:

Doch merkwürdig rinnt das Gefühl
durch die Adern pulst kein
Gedanke vond Dir verschwendet
an mich

Wärme
Hand spürt Weichheit
der einzige Wunsch:

Kein Gedanke friert
im neuen Nest

Aber nein:

Liebe lauter der
Schrei kommt sonst
zu spät

Liebe leiser man
könnte mich hören
zu früh

Die Leere:
jedoch bleibt

wandert zurück in die Liebe

Woche, VI.

Die Wand schwitzt
an der ich stehe
fühlt meine Hand
pulsierende Wärme
fließende Kühle
zurückgebend bis
sie zittert vor Unruhe

Stille Deiner Seele

stoß wen du willst
vor den kopf
mußt du schlagen
wenn du halten willst?

behalt die zeit der stille deiner seele

haß dich und verfliege
über die länder
im wind und schlage um dich
und suche den richtigen

nimm dir zeit für die stille deiner seele

An die Königin der Härte. Zwischen Dienstag und Mittwoch Nacht.

Berührte kurz meine Hand und drückte eine kleine Freude aus
        Kalt atmest Du mich aus.
        Beiläufig.
Läßt mich zittern in kalten Wind und schließt die Tür
        Kalt atmest Du mich aus.
        Warum?
Läßt eine kleine Zeit erwarten und wendet sich ab
        Kalt atmest Du mich aus.
        Kalt
        atmest Du mich aus.
Eine kleine Zeit nur gib mir Eine kleine Zeit
Halte jedes Wort fest am ersten Buchstaben und warte
und warte
und warte

Küste

Weich werdende Wälder
dort wo die graue See
ihre Gipfel berührt.
Träge reckt die
grüne Brücke über
den grauen Fluß
ihre Glieder. Zitternd
gespiegelt ihre runden
Bögen in grau.

Lady Bird Glove

Zauberwald. Spinnen
gewobene Netze von Nebel
und Licht

Zauberwald. Nebel
geborene klebrige Stille
klar geronnene Zeit die
in taub werdenden Ohren
verhallt.

Zauberwald. Still
gewobene Netze von Nebel
und Licht

posted by cs at 23:39  

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